VOLLKOMMENHEIT (n. f.)

EXCELLENCE (eng.) · EXCELLENCE (fra.) · EXCELLENCY (eng.) · PERFECTION (eng.) · PERFECTION (fra.) · VOLKOMENHEID (nld.) · VOLMAAKTHEID (nld.)
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PARFAIT (fra.) · PERFECTION (fra.) · VOLMAAKTHEID (nld.)
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PERFECTIO (lat.)

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Quotation

Die liebe Jugend wird hiemit nochmals vermahnet/ in diesen Studien ämsig zu verharren/ und zu ergreiffen/ was die Natur meist selber anbietet. {Man lerne/ wo nicht alles/ doch etwas.} Kan man nicht die Vollkommenheit/ wie schon gesagt/ in allem/ sonderlich in grossen Historien und fürnehmen Bildern/ ergreiffen/ so sey es in Thieren/ Küchen-Früchten/ Blumen/ Landschaften/ Gebäuen/ Perspectiven/ Comportimenten/ Nächten/ Brünsten/ Contrafäten/ Schiffen/ Seen/ Fischen und anderer Mahlerey. Sie sollen aber eifrig trachten/ zur höchsten Erfahrenheit zu gelangen/ welches ohne Gefahr/ Krieg und Blutvergiessen geschehen kan/ wann nur der milden Natur ernstlich nachgegangen wird.

Conceptual field(s)

CONCEPTS ESTHETIQUES → beauté, grâce et perfection
L’ARTISTE → qualités

Quotation

Wann der Mahler eine gute Erfahrung und practica erlanget/ und seine Hand etwas ringfärtig und geschickt gemacht/ alsdann soll er dieselbe an natürliche Dinge legen/ und sich aufs höchste befleißen/ damit obigs jedes zum genauesten beobachtet werde/ und alles mit der Natur völlig einstimme. Dann die Natürlichkeit/ macht den Künstler groß/ excellent, ruhmreich und gepriesen. Es ist nicht fast mühsam/ nur eine schöne Adelich-herrliche Bildnis entwerfen. Aber einen wilden abscheulichen und furchtsamen Faunum und Satyrum, oder anders dergleichen plumpes/ also natürlich nachmahlen/ daß man leben und mahlen nicht wol unterscheiden kan/ das macht lobwürdig/ und zeuget von der Vollkommenheit. Also ist nun die Kunst zu zeichnen/ die man auf solche Weise durch vieljährige Ubung erlanget/ der unfehlbare Weg/ große progressen in dieser Kunst zu machen

Voir à ce sujet Sybille EBERT SCHIFFERER: „Natürlichkeit und ‚antiche Manier’. Joachim von Sandrart als Antikenzeichner“, In: Caravaggio in Preussen. Die Sammlung Giustiniani und die Berliner Gemäldegalerie. cat. expo. sous la direction de Silvia Danesi, Berlin 2001, p. 57–63.

Conceptual field(s)

CONCEPTS ESTHETIQUES → beauté, grâce et perfection

Quotation

Es sollen aber/ in aller Kunst und Fleiß/ der Verstand und die Hand des Künstlers/ glücklich und klüglich zusammen spielen/ und die Lieblichkeit/ sich also zur Vollkommenheit gesellen/ daß die Spectatores, nicht zur Furcht und Unlust/ sondern vielmehr zu herzlicher Freude über der perfection und Glücklichkeit des Meisters/ beweget werden. Es soll auch ein vollkommenes Werk/ mehr lebendig/ als gemahlet/ scheinen.

Conceptual field(s)

L’ARTISTE → qualités
CONCEPTS ESTHETIQUES → beauté, grâce et perfection

Quotation

{Durch Abcopiren und Nachahmen/ gelanget man zur Vollkommenheit.} Endlich durch Abcopirung der bästen modernen Gemälde/ worinn sich alle diese  Dinge erzeigen/ kan man die bäste Manier/ und einen wolfliessenden Pensel ergreiffen: ist also die imitation und Nachahmung/ der sicherste Weg/ in diesen (gleichwie auch in andern) Studien zur perfection zu gelangen.

Conceptual field(s)

MANIÈRE ET STYLE → le faire et la main

Quotation

2. [ndr: Regel] Die Vollkommenheit eines Werkes hierinnen/wird/ nicht durch das aussprechen hochtrabender Worte/ oder Red-Zierlichkeit ohne Erfahrung/ sondern durch rechte Wissenschaft und deren vollziehung/ erlanget.

Conceptual field(s)

CONCEPTS ESTHETIQUES → beauté, grâce et perfection

Quotation

24. [ndr: Regel] Es hat gar wol gesagt/ daß alsdann ein Werk zu seiner Vollkommenheit gelanget sey/ wann es dem Besitzer eine Freude/ und dem Verfärtiger den verhofften Nutzen und Frommen erwerbe.

Conceptual field(s)

CONCEPTS ESTHETIQUES → beauté, grâce et perfection

Quotation

Conceptual field(s)

MANIÈRE ET STYLE → le faire et la main
MATERIALITE DE L’ŒUVRE → technique de la peinture

Quotation

Unter dem Wahrhafften Titel eines Mahlers wird eine dermaassen grosse Vollkommenheit begriffen/daß wir kaum denselben jemanden zulegen können/als welcher nicht ein geübter gelehrter Mann/scharffsinnig und fertig vom Verstande/insbesonderheit aber ein erfahrner Mathematicus und etlicher maassen auch der Farben halber ein gucht Chymicus/und nicht minder in der Antiquität und Historien wohl erfahren ist. 

Conceptual field(s)

L’ARTISTE → qualités

Quotation

Das XIII. Von etlichen allgemeinen Dingen/welche in den Anfärben und Wasserfarben zu wissen und zu beobachten nöthig sind. 
Weil ein Liebhaber in nachfolgenden Illuminir- und Erleuchtery-Kunst offtmals das Anlegen/Schattiren/Vertieffen und Erhöhen/als einige der führnehmsten Handlungen in dieser Kunstübung gemeldet/vorkommen/so müssen wir nothwendig etwas davon/das zu ihrem gründlichen Verstande dienet/kürzlich gedencken/weil man zur Vollkommenheit dieser Kunst/im Fall man solches nicht gründlich verstehet/mit nichten gelangen kann.
Wollen demnach mit Erklärung des Anlegens/ als dem ersten Beginn aller in dieser Kunst vorfallender Arbeit/ den Anfang machen. So heisset und ist demnach Anlegen/ wenn man ein Ding / das einerley Farbe hat/mit einer Farbe/ die man dazu erwehlet/ nach seinem Belieben/ flach und einpärig/ ohne Schattiren und Tag anleget und schlecht überledecket. Wenn es nun angeleget ist/ so folget darauff/ wenn die erste Farbe trucken ist/ die Durch- oder Ausschattierung und Vertieffung/ wie wir solches durchgehends im folgenden nennen werden. Dieses geschicht auf dem Grund/ der zuvor angelegt ist/ und zwar allezeit mit einer Farbe/ welche viel fetter/ stärcker oder brauner ist / als die damit beleget wird. Wodurch denn die Theile von Dunckelheit und Licht dergestalt unterscheiden und umbschrencket werden/ daß man die Schatten und die Fläche der Dinge begreiffen kann/ und dieselben sich erheben/ da sie zuvor eben zu seyn schienen ; welches aus dem jenigen/ was wir von Dunckel und Licht in unser Anweisung zur allgemeinen Mahler-Kunst angeführet/ klärlich zu ersehen ist/ und hieher gezogen werden kann.
Die dritte Eigenschafft ist Erhöhen oder Erheben : Welches den lichtesten Ort aller Dinge/ als darauff der Tag ohn einigen Schatten fället/ andeutet. Und diese Erhöhungen geschehen gemeinlich auff hohen und erhobenen Oertern/ gleich an den Menschen auff den Kinn-Backen oben auff der Nase auff dem Vorhaupt/Kinne/Schultern/Brust/Arsch-Backen/Ellebogen/Knien/und dergleichen also auch in den Kleidern/auff den Falten/und flachen Theilen der Gliedmassen/welche durch dieselbige ausgedrucket werden/und weiter alles/was ich über die Fläche oder Ebene erhebet. Dieses soll man mit einer lichtern und höhern Farbe als die ist/ damit es anleget worden/ thun/ und erhöhet es damit dergestalt/ nachdem es mehr oder weniger in dem stärckesten Lichte stehet/ und erleuchtet wird/ damit es dadurch gleichsam rund wird/ und herfür raget.
Man könnte den gründlichen Verstand dieser Dinge füglich aus der Art/ die man im Zeichnen auff Grund-Papier hält/ begreiffen lehren/ davon wir in unserer Zeichen-Kunst geredet haben : Wenn man dasselbe wohl gefasset/ so kann man auch leichtlich verstehen/ wie man mit dem Wasser-Farben umbgehen soll. Ein Exempel von diesen beyden zu geben/ so kann man mercken daß das Anlegen so viel als die Fläche deß Grund-Papiers zu wege bringet. Die Schattierung oder Vertieffung nun/ die man auff dem Grund-Papier machet/ kommen auch überein mit dem Schattiren/ so man in den Mahlen mit einer stärckern Farbe über das Angelegte hinleget. 
Die Erhobenheiten kommen gleichfals mit einander überein/ die Vertieffungen sind eben wie die Tuschungen/ so man hier und dar in der Zeichnung einfüget: daß also kein Unterscheid  zwischen dem Zeichnen und Illuminir-Mahlen ist/ als die Handlung des Pinsels und daß man ihm jederzeit einbilde/ daß jewede angelegte Farbe/ darauff man mahlen muß/ eine Art Grund-Papier sy/ darauff man zeichnet/ und daß man vor die Zeit die Handlung des Zeichnens übet/ welches man waschen heisset. Auch ist annoch zu mercken/ daß man die Schatten/ Vertieffungen/ und Erhobenheiten richten muß/[...] Man muß auch darauff bedacht seyn/ daß die Dinge/ die man mit Wasser-Farben mahlen will/ nicht zu starck oder zu hart umbzogen werden/ damit sie nicht ausser den Farben den Meister spielen/und das Werck kinderhafftig aussehen machen/gleich als wenn es nur mit den Farben zwischen dem Bezirck der Umbzüge angefüllet sey; [...] welches man den Kindern zum Vorbilde geben konnte/den ersten Anfang in der Erleuchterey zu machen. Denn ein verständiger Kunst-übener muß der Eigenschaft der Zeichen-und Mahler-Kunst folgen. Aber in der Erleuchterey/welche man bey den Kupferstücken oder gedruckter Arbeit thut/muß man darauff sehen/welche Gestalt der Meister oder Kupfferstecher die Züge/hier harte/dort schwach und sanfft gemacht/und also auch was die Schatten/so durch das Tuschen angewiesen sind/damit man dasselbst die Stäcke der Farben darnach geschicklich richten mag; Und ob man schon das Tuschen ein wenig durch die Farben spielen siehet/so wird es doch darum nicht schlimmer oder geringer gehalten werden. 
Derohalben mag man so wol in dem Mahlen als Absetzen/die Farben im gemein (sonderlich da man die Dinge erstlich mit anleget) wol etwas dünne/und nicht dicke oder flackerhafftig auffstreichen/dergestalt/daß die hellere Weisse des Papiers oder Pergaments ein wenig dadurch blicke/welchen den meisten Farben den schönen Schein giebt. Ich habe aus Erfahrung angemercket/daß die Farben/so man auf ein durchscheinend Platz anstreichet/viel schöner scheinen/als wenn sie auff ein Bret oder andern dunckeln Leib leget; dadurch das vorhergehende/größtenteils kann bestätigt werden.

Conceptual field(s)

MANIÈRE ET STYLE → le faire et la main
MATERIALITE DE L’ŒUVRE → technique de la peinture
L’ARTISTE → apprentissage

Quotation

ES ist Welt-kündig/ und von allen Gelehrten also erkannt worden/daß/ wenn man gewillt ist/ ein vollkommenes Studium vor die Hand zu nehmen/ und darinne die Mittelmässigkeit zu überschreiten/ der Anfang/ um alles desto besser zu ergründen/ bey der Theoria
{Der wahre Weg um zu der Mahler-Kunst Vollkommenheit zu gelangen.} (oder Beschauligkeit und Lehr-Betrachtung) gemacht werden solle: damit/ vermittels derselben/ zu allen Regeln uns das Auge eröffnet/ und ein vollkommener Grund gelegt werde. Sintemal alßdann erst/ durch einen beständigen Fleiß/ die wahre Vollkommenheit zu hoffen ist. Eben diese Gelegenheit hat es auch/ mit der edlen Mahler-Kunst/ so wol/ als allen anderen dergleichen tieffsinnigen Geschäfften. Da hingegen/ sehr selten etwas Besonders zu hoffen/ von denen/ welche die Lehrsatz- und die Theoriam, aus Ungedult/ oder Trägkeit/ vorbey gehen/ und nur/ durch einen einfältigen Gebrauch/ oder flüchtige Practic, auf die {Treue Warnung wider den bösen Irrweg.} Kunst blind und unbedachtsam zuplatzen. Welcher verderblicher Irrweg/ sonderlich bey uns Teutschen/ viel mehr/ als einiger andern Nation/ bewandlet wird. Diesem nach habe ich eine hohe Nothdurfft erachtet/ alle solche Irrende/ wieder zuruck zuruffen/ vermittels kurtzer/ doch treuer Anweisung des nächsten Weges/ und gründlicher Bedeutung/ wie man zuvorderst/ durch die theoretische Lehr-Fassung/ zu der Ubung tretten müsse; und wann solche Ubung mit dem unermütedem Fleiß vermählet wird/ als denn endlich/ zu der Vollkommenheit der edlen Mahler-Kunst ohnzweiflich gelangen könne. Allermassen ich/ allen dieser edlen Kunst Wolgönnern/ Liebhabern/ und Beflissenen/ zu vermeintem Gefallen/ wie auch der ruhmwürdigen Kunst selbsten zu Ehren/ und grösserem Flor/ mich entschlossen/ einen ordentlichen Aufsatz zu machen; auch zu diesem/ in unserm ersten Buch der Teutschen Academie/ bereits den Anfang gemacht habe.

Conceptual field(s)

L’ARTISTE → apprentissage
CONCEPTS ESTHETIQUES → beauté, grâce et perfection

Quotation

Also bleibet nun wahr/ und fest/ daß/ gleich wie der Natur selbsten schwer fället/ auf das Höchste zu kommen/ und sie selten die äusserste Vollkommenheit gebiert/ also auch dem Künstler/ das Allerschönste in allen Dingen zu bilden/ die meiste Mühe mache/ ja bey vielen unmöglich sey; { diese gratia ist eine Gabe Gottes} und wer solches vermag/ oder diese Gnade hat/ es billig für eine Gabe GOttes/ und Verpflichtung des Danckens/ erkennen möge.

Conceptual field(s)

CONCEPTS ESTHETIQUES → beauté, grâce et perfection

Quotation

{Wie man die wol gefasste Zeichen-Kunst/ mit den Farben secundiren müsse}
Von dem rechten Gebrauch und Erneurung guter Mahlerey steht ferner zu melden/ daß gleichwie/ vorangedeuteter Massen/ der Zeichenkunst Vollkommenheit iedesmal den Vorzug haben solle: also hernach/ durch die Farben/ selbe todte Risse/ lebendig gemacht werden müssen/ wann diese beede Theile fein wol aufeinander treffen/durch vernünftigen Gebrauch und Annehmung guter Manier/ welche bey dem nachcopiren andrer vortreflicher Wercke/ ihren Anfang nehmen muß/ besonderlich in grossen Bildern: so macht sich der Verstand beqvem/ und in allen Dingen fähig: zumal wann also die gute Manier/ Geist und Tapfferkeit zusammen kommen: Welche aus nachcopiren der besten Hand zuerlangen. Alsdann soll man zu dem Leben selbsten schreiten/ um solche modellen, mit vorgefaster Warnehmung/ zu folgen.

Conceptual field(s)

PEINTURE, TABLEAU, IMAGE → définition de la peinture
CONCEPTION DE LA PEINTURE → dessin
CONCEPTION DE LA PEINTURE → couleur
CONCEPTS ESTHETIQUES → beauté, grâce et perfection

Quotation

Es haben auch die Alten sich hierin sehr vernünfftig und viel bemüht/ die Landschafften nach dem Leben zuzeichnen/ und alsdann/ nach selbiger Zeichnung/ zu Hause ihre Gemähl zu verrichten. Die beste Art/ natürliche Landschafften mahlen zu lernen. Welchen Gebrauch/ sonderlich wo es an Zeit fehlet/ ich auch nicht gar verwehrt/ sondern vielmehr selbst mit gefolgt habe; aber wie ich mich ohnverdrossen besser daran gemacht/ und zu Rom/ auch zu Tivoli/ etliche Monatlang/ mit Farben und Tüchern ins Feld begeben/ und so gar nach dem Leben gemahlt/ und alles dasjenige/ nach solchen natürlichen Modeln/verfertigt/ hernach zu Hause gegen denselben die Nachzeichnung gemacht/ und paragonirt, hat neben mir den mächtigen Unterschied so handgreiflich gesehen und erkannt/ daß dieses dem wahren Weg zur Vollkommenheit weisete/ und daß er selbst auch also gefolgt/ bis er endlich ein Meister in Landschafften worden ist: mein Nachbar Claude Gilli, als ein hohes Liecht in Landschafften/ den mächtigen Unterschied so handgreiflich gesehen und erkannt/ daß dieses dem wahren Weg zur Vollkommenheit weisete/ und daß er selbst auch also gefolgt/ bis er endlich ein Meister in Landschafften worden ist: […]

Conceptual field(s)

GENRES PICTURAUX → paysage

Quotation

Das 8. Capitel. Vom Gebrauch der Farben in einem Gemählde oder Schilderey
Es soll aber ein Mahler, der mit Verstande und Klugheit versehen ist, sich nicht eben an eines andern Manier allzuhart binden, daß er derselben in allen Stücken folge, sondern er soll mehr bey der Natur, als bey andern in die Schule gehen. Es gehöret aber darzu eine große Mühe, und wird die Vollkommenheit durch abcopiren und Nachahmung anderer guten Gemälde endlich erlanget. 

Conceptual field(s)

L’ARTISTE → qualités

Quotation

Schatten und Licht machen gleichsam das Leben aus von einer Zeichnung, und diese bekommt durch jene seine mögliche Vollkommenheit. Je besser diese ausgeführet wird ; je näher kommt deine Zeichnung der Nature.

Conceptual field(s)

EFFET PICTURAL → qualité du dessin
EFFET PICTURAL → qualité de la lumière

Quotation

Alle drey Grade [ndr: von Schatten] aber müssen nach Beschaffenheit desjenigen schattiret werden, welches zu schattieren ist […] ein Quadrat […] eine Kugel […];  so ist auch bey einer Figur, bey welcher der Schatten nach der Runde des Fleisches oder Musculn eingerichtet seyn muß. […] Endlich ist zu mercken, daß man ganz zu letzt denen Theile,, wordurch die übrigen besonders erhoben werden müssen, als da sind in einer Figur die Gewerbe der Achsel, Schultern, Einbogen, Hände und Füsse […], daß man diese den stärcksten Druck und zwar ganz eckig gebe. Diß ist der höchste Grad den man brauchen kan, Schatten und Licht in möglicher Volkommenheit vorzustellen.

PREISSLER, Georg Martin, [Pl. 1 Licht und Schatten], estampe, dans PREISSLER, Johann Daniel, Die durch Theorie erfundene Practic, Oder Gründliche verfaßte Reguln, deren man sich al seiner Anleitung zu berühmter Künstler Zeichen-Wercken bestens bedienen kan. Dritter und letzter Theil, Nürnberg, Johann Daniel Preissler, 1765, vol. III, n.p..
PREISSLER, Georg Martin, [Pl. 2 Licht und Schatten], estampe, dans PREISSLER, Johann Daniel, Die durch Theorie erfundene Practic, Oder Gründliche verfaßte Reguln, deren man sich al seiner Anleitung zu berühmter Künstler Zeichen-Wercken bestens bedienen kan. Dritter und letzter Theil, Nürnberg, Johann Daniel Preissler, 1765, vol. III, n.p..
PREISSLER, Georg Martin, [Pl. 3 Licht und Schatten], estampe, dans PREISSLER, Johann Daniel, Die durch Theorie erfundene Practic, Oder Gründliche verfaßte Reguln, deren man sich al seiner Anleitung zu berühmter Künstler Zeichen-Wercken bestens bedienen kan. Dritter und letzter Theil, Nürnberg, Johann Daniel Preissler, 1765, vol. III, n.p..
PREISSLER, Georg Martin, [Pl. 4 Licht und Schatten], estampe, dans PREISSLER, Johann Daniel, Die durch Theorie erfundene Practic, Oder Gründliche verfaßte Reguln, deren man sich al seiner Anleitung zu berühmter Künstler Zeichen-Wercken bestens bedienen kan. Dritter und letzter Theil, Nürnberg, Johann Daniel Preissler, 1765, vol. III, n.p..
PREISSLER, Georg Martin, [Pl. 5 Licht und Schatten], estampe, dans PREISSLER, Johann Daniel, Die durch Theorie erfundene Practic, Oder Gründliche verfaßte Reguln, deren man sich al seiner Anleitung zu berühmter Künstler Zeichen-Wercken bestens bedienen kan. Dritter und letzter Theil, Nürnberg, Johann Daniel Preissler, 1765, vol. III, n.p..
PREISSLER, Georg Martin, [Pl. 6 Licht und Schatten], estampe, dans PREISSLER, Johann Daniel, Die durch Theorie erfundene Practic, Oder Gründliche verfaßte Reguln, deren man sich al seiner Anleitung zu berühmter Künstler Zeichen-Wercken bestens bedienen kan. Dritter und letzter Theil, Nürnberg, Johann Daniel Preissler, 1765, vol. III, n.p..

Conceptual field(s)

L’HISTOIRE ET LA FIGURE → figure et corps
EFFET PICTURAL → qualité du dessin
EFFET PICTURAL → qualité de la lumière