STÜMPLER (n. m.)

BARBOUILLEUR (fra.) · BREKEBEEN (nld.) · BRODDACHTIGEN SCHILDER (nld.) · BRODDELAAR (nld.) · BRODDER (nld.) · DAUBER (eng.) · KLADAAP (nld.) · KLADSCHILDER (nld.) · KNOEIER (nld.) · LAMME SCHILDER (nld.)
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Der dritte Discours von der Mahlerey.  Das I. Capitel, Von der Eintheilung der Mahlerey, p. 61-62 
Auf nassen Kalck ist die künstlichste Art zu mahlen/ und ist gebrauchet /wo man in der freyen Lufft etwas beständiges mahlen will. Man pfleget mit Leim/ und auch mit Oel-Farbn diese Gemählde zu machen/ müssen aber keine andere als Erd-Farben gebraucht werden. Der
Modus solcher gestallt al Fresco zu mahlen ist dieser : Erstlich entwirfft der Mahler sein Gemählde/ so groß/ und mit was vor Farben er es haben will auf zusammenen geleimt Papier/ zerschneidet hernach dasselbe in so viel Stücken als er meinet allezeit eines auf einmahl mahlen zu können. Hernarch nimt er ordentlich ein Stück nach dem andern vor/ lässet sich auf der vorgegebenen Wand/ welche wohl aus getrockenet seyn muß/ ein so grosses Stück als er übermahlen will/ mit Kalck überwerffen und sein glat abstreichen und mahlet darauf sein vorgelegtes Bild ab. Die Farben verschwinden anfänglich/ wenn sie angesrichen werden/ kommen aber hernach/ je mehr der Kalck trocknet/ wiederum hervor. Es pflegen einige Mahler/ wenn sie dergleichen Gemählde gemachet/ und dieselbige trocken worden/ hernach mit Eyer oder Tragant Farben noch darein zu retockiren. Allein dieses wird vor Stümper-Arbeit gehalten und machet die Gemählde bald heßlich.

Conceptual field(s)

MATERIALITE DE L’ŒUVRE → technique de la peinture
L’ARTISTE → qualités