TEMPERA (n. f.)

FILTERS

CONCEPTUAL FIELDS

LINKED QUOTATIONS

3 sources
3 quotations

Quotation

{Mahlerey alla Tempera, oder mit Wasserfarben.} VOn Zeiten Cimabue und seiner Vorfahren/ bis auf unsre Zeit/ ist allemal/ und noch lang vorher bey den Griechen/ gebräuchig gewesen/ auf Taflen und Mauren/ auch in Gypswerk/ Bilder zu mahlen. Weil sie aber fürchteten/ daß die Mauren schricken möchten/ haben sie solche/ vermittels des Leims/ mit Tuch oder Leinwat überzogen/ darauf gegypst/ und dann erst ihre Gemälde geführet/ welches sie Tempera benamet. […]
{Welcherley Farben zu dieser Mahlerey tauglich?}
Es sind zu solcher Arbeit alle Farben tauglich/ auch die man aus den Mineralien/ und durch die Alchimie zurichtet. Aber die weiße Kalch-Farbe ist hierzu undienlich/ weil sie zu scharff und stark ist. Aber das Blaue/ machten sie mit Leimwasser an: weil das Eyer-gelb solcher Farbe eine sichtige grüne anhenget und hinterlasset/ welches der Leim und Gummi nicht in sich hat. {Sie dauret etwas/ aber nicht über all.} Es ist diese Art zu mahlen auch wärhaft: massen Stucke  unserer Vorfahren zusehen gewesen/ die über hundert Jahre gedauret. Sie wird/ in Italien und Teutschland nur in truckenen Zimmern gebraucht. Aber in Niederland hat sie wenig Bestand/ wie gemeldet.

Conceptual field(s)

MATERIALITE DE L’ŒUVRE → technique de la peinture

Quotation

Der dritte Discours von der Mahlerey.  Das I. Capitel, Von der Eintheilung der Mahlerey, p. 62 
Auf Holz pflegte man vor diesem mehr als heut zu Tage zu mahlen/ und wurde von vielen über das Holtz erst Leinwand gezogen/ und darauf zartes Gips getragen/ worauf endlich mit Wasser-Farben gemahlet wurden/ welche Art zu mahlen
alla Tempera genennet wurde. 

Conceptual field(s)

MATERIALITE DE L’ŒUVRE → technique de la peinture