ORDINANZ (n. f.)

ORDINANCE (eng.) · ORDONNANCE (fra.) · SCHICKINGH-KONST (nld.)
TERM USED AS TRANSLATIONS IN QUOTATION
ÉCONOMIE (fra.)
TERM USED IN EARLY TRANSLATIONS
COORDINATIO (lat.) · DISPOSITIO (lat.)
PUTTFARKEN, Thomas, The Discovery of Pictorial Composition: Theories of Visual Order in Painting 1400-1800, New Haven - London, Yale University Press, 2000.
TAYLOR, Paul et QUIVIGER, François (éd.), Pictorial Composition From Medieval to Modern Art, Actes du colloque de Londres, London - Torino, Warburg Institute - N. Aragno, 2000.

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Quotation

{Sieben Regeln der Ordinanz von dieser Mahlerey/} Es sind aber hauptsächlich Sieben Regeln und Austheilungen/ die man im Historien-Mahlen zu observiren hat: daß man nämlich das Gemähl auswarts oder übersich/ abwarts oder untersich/ zur rechten/ zur linken Seite führe/ von sich weichen oder abgehen/ auch zu sich kommen mache/ und in der Runde beschlage oder Zirkelweis setze. Diese Regeln sind allezeit zu beobachten/ nach Proportion des Blats/ Tuchs oder Tafel: damit es nicht scheine/ als ob die Bilder die Rame trügen/ oder daß sie durch den Grund sinken und beängstigt gleichsam halb darein vergraben scheinen/ oder mit den fürnehmsten Gliedern darinn stecken. Man mus die Bilder/ mit guter Fürsorge/ fein ledig und jedes Stuck frey stellen/ auch den Grund nicht mit zuviel Bildern überladen.

Conceptual field(s)

CONCEPTION DE LA PEINTURE → composition
GENRES PICTURAUX → peinture d’histoire
L’ARTISTE → règles et préceptes

Quotation

Es soll sich auch kein Mahler/ in solcher Ordinanz, an jedes Bild binden: welche hier nur der ganzen Figur dienen/ und nicht herrschen müßen.

Conceptual field(s)

CONCEPTION DE LA PEINTURE → composition
GENRES PICTURAUX → peinture d’histoire